Sossusvlei

Aktualisiert am 1. Januar 2024

Das heutige Ziel ist Sesriem (Sechs Riemen*, Erklärung folgt), dort ist das Gate zum Sossusvlei. Einer der Höhepunkte für uns. Der Weg zum Gate ist optisch wieder recht kurzweilig. Auf dem Weg liegt noch Duwisib Castle.

Das ist ein kleines Schloß, das ein deutscher Spinner in der Pampa gebaut hat. 1908 ist der Herr Graf eingezogen und gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges hat er sich freiwillig gemeldet und ist auch gleich (1914) im Krieg gefallen. Das war ein kurzer Spaß. Gegen 15 Uhr sind wir da. Das Bezahlen von Campingplatz und Eintritt gestaltet sich etwas schwierig wg. eines Wackelkontakts des Kartenlesers. Schließlich hält einer das Kabel und ein zweiter bedient das Lesegerät – die afrikanische Art der Reparatur 😉 Bevor’s zum Sossusvlei geht, bauen wir noch unser Zelt rasch auf und organisieren Brot. Wenn wir zurückkommen wird es dunkel sein und das Restaurant hat dann ebenfalls geschlossen. Man muss sich wieder mal, vom kleinkarierten Verhältnis der Europäer, zu Entfernungen lösen.

Das Sossusvlei

Vom Gate bis zum Vlei sind es gerade mal 65 km, die letzten 5 km sind dann Tiefsand und only for 4×4. Ha ha, dafür haben wir die Dose schließlich gemietet. Also dann zum Vlei. Der Weg dorthin gestaltet sich abermals als Augenschmaus, genau wie das Sossusvlei selbst. Hier gibt’s Dünen mit komischen Namen, wie Big Mama oder Big Daddy. Was sind wir doch für armselige Knilche gemessen an Mutter Natur – doofer Satz oder?

Früh raus, boah, der Wecker klingelt um 4:30 Uhr. Wir wollen den Sonnenaufgang im Deadvlei erleben. Dank falscher Informationen sind wir zu früh am Gate und müssen dort noch warten. Um 5:30 Uhr geht’s dann aber los. Natürlich müssen die 65 km wieder zurückgelegt werden. Am Ende des Weges stellen wir die Dose ab, denn das Deadvlei ist für Autos gesperrt.

Panorama Deadvlei

Panorama Deadvlei

Ca. 20 Minuten zu Fuß und wir sind da. In der kühlen Morgenluft ist das laufen sehr angenehm. Ich schätze, es werden so ca. 18° C sein. Tagsüber sind es 35° und mehr. Jetzt wirds für Leser uninteressant, denn jetzt ist fotografieren angesagt. Einige der Ergebnisse seht ihr ja hier. Die Sonne ist aufgegangen, Fotos sind im Kasten und Ute will sich jetzt den Sesriem Canyon anschauen. Kennt ihr die Bedeutung von „Sesriem“ noch? Wer’s schon wieder vergessen hat oder noch wissen will, der möge im vorangegangenen Artikel nachlesen! Doch vorher sind die 65 km wieder, ihr wisst schon …

Sesriem Canyon

Sessriem Canyon
Sessriem Canyon

Den Sesriem Canyon fand ich nicht besonders spektakulär. Nicht sehr breit, aber mit der Zeit tief in den losen Boden erodiert. Eine kleine Wanderung im Canyon, und – eine Überraschung. Hier wohnt eine Affenbande. Canyon- oder Bergpaviane, was weiß ich. Sie sind offensichtlich Kontakt mit dem Homo Sapiens gewöhnt und flüchten nicht. Ute versucht, die lustigen Kerle zu fotografieren. Den Rest des Tages nutzen wir, um mal wieder Kontakt mit dem Internet zu suchen und einfach nur zu faulenzen.

Zwei Tage Sossusvlei sind vorbei und wir bauen unser Zelt heute ab. Der Campingplatz hier ist o.k., kleiner Pool und die Duschen sind auch in Ordnung. An der Bar gibt’s superkühles Bier und zähe T-Bone Steaks – nichts für Prothesenträger! Wir sind etwas unschlüssig, wie die restlichen Tage zu verbringen sind – man, das sind Probleme. Schließlich drehen wir noch eine Runde in den schönen Bergen und landen hier in Mariental. Ein etwas größeres Dorf, indem es außer einer Tankstelle und einem Shop sogar weitere Häuser und viele Straßenkreuzungen gibt.

Khaglagadi Transfrontier Park

Gravel beginnt

Rein in den Backofen, der Entschluss ist gefasst, wir wissen wie die Resttage genutzt werden sollen. Wir fahren nochmal südöstlich in den Khaglagadi Transfrontier Park, ehemals Kalahari Gemsbock Park. Mal schauen, ob sich noch ein paar Viecher fotografieren lassen? Von Mariental sind es ca. 280 km und die ziehen sich, und es wird immer wärmer. Aber wir wussten, worauf wir und eingelassen haben, also nicht meckern. 40° C hatten wir schließlich schon anderswo. Der Park liegt in Südafrika und ist eingeschlossen von Botswana und Namibia. Man kann ihn auf der Landkarte als „Zipfel“ gut ausmachen. Wir müssen also wieder die Grenze überschreiten, was ohne Probleme geht, und sind dann direkt im Park. Eine Nacht im Nossop Camp und eine Nacht im Camp in Mata-Mata – so soll es sein.

Schon auf den ersten Kilometern sehen wir jede Menge “Viecher”. Knus, Giraffen, Gazellen, Orix-Antilopen, Sekretäre und, ja auch Löwen. Die letzten 50 km bis Nossop fahren wir eine super Sandpiste direkt im Flussbett lang. Nach Sondierung der Lage wollen wir direkt an unserem Campingplatz heute mal grillen, damit die verdammten Kohlen, die ich seit 4000 km mitschleppe, endlich mal verbrannt werden.

Am nächsten Morgen 6 Uhr früh raus zur Pirschfahrt und wir hatten wieder Glück, eine Löwenmutter mit ihren Jungen ist auf dem Weg zum Wasserloch – wie geil 🙂

Das Ende unserer Reise naht

Schade, das wir keine Zeit mehr haben. Dieser Park wäre es wert gewesen! Die Rückfahrt zum Mata-Mata Camp ist ebenso kurzweilig und wieder, man glaubt es kaum, können wir Löwen und sogar Cheetah’s beobachten. Letzte Nacht im Park und eine Überraschung – es regnet ein wenig. Die Ausläufer eines Gewitters streifen uns.

Ade ihr Viecher – Willkommen Windhoek. Während ich diese Zeilen tippe, sitzen wir in unserer letzten Unterkunft in Windhoek. Morgen geben wir die Dose zurück und, ich werde wohl nicht drumherum kommen, Ute will einkaufen. Craftcenter und so weiter. Ich denke, das wird mein letzter Artikel dieser Reise sein, deshalb möchte ich mich bei allen Lesern, und für die Kommentare bedanken. Dann bis zum nächsten Mal 😉 – Gruß Bini

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Um unsere Reise vorzubereiten, nutzten wir die Reiseführer* von Lonely Planet, Reise DuMont und den Reiseführer von Stefan Loose.

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Und was natürlich auch nicht fehlen sollte, ist eine Übersichtskarte* in Papierform. Ja, ich weiß, in Zeiten von GPS etwas anachronistisch. Aber erstens, GPS-Geräte sind offiziell immer noch verboten, und zweitens funktioniert die Papierkarte ohne Batterie! Die hier verwenden wir gerne, da sie nicht reißt. Und hier von Freytag-Berndt.

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