Viñales, Urwald, Tabak und Zuckerrohr

Aktualisiert am 4. Januar 2024

Jetzt aber raus aus der nach Diesel stinkenden Stadt Richtung Viñales. Die Straßen sind in schlechtem Zustand. Autobahnen, ja, die gibt es, und Schnellstraßen werden noch am besten gepflegt. Aufpassen muss man trotzdem immer. In den Schlaglöchern kann man kleine Kinder verstecken.

Am Hotel „Horizontes los Jazmines“ hat man einen guten Überblick ins Tal.

Horizontes los Jazmines
Horizontes los Jazmines

Wir haben uns für drei Tage in einem Casa Particular eingemietet und lassen uns auch dort verpflegen. Die Casas sind eine gute Möglichkeit, unterzukommen. Man kann sie meist mit/ohne Verpflegung buchen. Die Preise sind günstig! Einige Wanderungen im Tal brachten Einblicke in die Landwirtschaft und natürlich den Tabakanbau. Natürlich ist auch das Tal Viñales ein Touristenmagnet. Entsprechend voll ist es überall. Das betrifft glücklicherweise nur die kleine Stadt Viñales. Die meisten Touristen laufen nicht gerne, und so sind wir im Tal meist allein.
Wir hatten Glück und kamen bei einer Wanderung bei einem Tabakbauern vorbei. Er lud uns ein und wir bekamen eine private Einführung in den Tabakanbau und die Herstellung der Zigarren. Man kann hier überall Zigarren kaufen.

Maria la Gorda oder Dschungel von Soroa

Ein Ausflug an den westlichen Zipfel von Kuba, nach Maria la Gorda, brachte uns in ein fantastisches Naturschutzgebiet. Die Fossilien kann man am Strand begutachten. Leider ist das einzige Hotel dort völlig überteuert. Sonst wären wir sicher ein, zwei Tage geblieben.

Wir verbrachten stattdessen zwei Tage im Dschungel von Soroa. Das Casa Partikular lag direkt am Wald und das Essen dort war ganz passabel. Die Kommune Las Terazas im Biosphärenreservat gab nicht viel her.

Besuch in einer Tabakplantage

Die Tabakplantage „Robaina“ war viel interessanter! Der Tabak von dort wird unter anderem für die berühmten Cohibas verwendet.

Die Arbeiter auf der Plantage machen gerade Feierabend, es ist halb drei!, und wir machen einen großen Sprung nach Osten an den Hafen von Cienfuegos. Die Stadt der hundert Feuer ist ebenso wie Havanna „morbide“. Wir sind an einem Tag alles abgelaufen. Unser Eindruck widerlegt mal wieder das Geschreibsel in den Reiseführern.

Remedios, ein Kleinod

Hafen Cienfuegos
Hafen Cienfuegos

Nach zwei Tagen in den hundert Feuern gings dann fahrtechnisch ein bisschen durch den Urwald, über den Topes de Collantes nach Trinidad. Eigentlich wollten wir hier auch ein, zwei Tage bleiben. Deshalb hatten wir von Cienfuegos ein Casa Partikular vorgebucht. Doch wie sich herausstellte, hat das wohl nicht geklappt – scheiß Sozialismus ;-). Versuche vor Ort was Passendes, Bezahlbares zu finden schlugen fehl. Und so fuhren wir kurzentschlossen weiter nach Remedios. Also nix Trinidad, nix Fotos! Von Remedios waren wir allerdings begeistert. Ein Kleinod! Wir hatten Glück, ein schönes Partikular mit Dachterrasse in der Altstadt und passabler Verpflegung. Bar und Mojito am Plaza Mejor war auch o.k., und Fiesta war auch gerade. San Salvador wurde gefeiert. Mit allerlei Feuerwerk, wie es bei uns sicher nicht erlaubt wäre. Manchmal hatten wir den Eindruck, dass der Dorfplatz gleich explodiert.

Besuch auf den Cayos

Von Remedios unternahmen wir Tagesausflüge auf die nahe gelegenen Cayos. Cayo Coco, Cayo Guillermo und Cayo Santa Maria erfüllen allesamt die Träume der Karibiktouristen. Weiße Strände, Sonne, Barcadi und Rafaello…
Cayos sind vorgelagerte Inseln. Mit viel sozialistischer Mühe wurden kilometerlange Dämme aufgeschüttet. Man kann also mit dem Auto hinfahren. Manche haben sogar einen eigenen Flugplatz für den besseren Teil der Gesellschaft.

Man muss ein wenig suchen, aber ein, zwei öffentlich zugängliche Strände sind meist zu finden. Der Rest der Küstenlinie gehört den Hotelanlagen und deren Gäste. Aber schön iss es schon, bei 25° ein bisschen faulenzen und den Ausblick genießen.

Strand Cayo Coco

Strand Caya Coco

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