Kuba – Armut, Verfall und leere Geschäfte

Aktualisiert am 4. Januar 2024

Collage Kuba

Kuba, eine Reise mit Erwartungen, Vorurteilen und vielen Überraschungen, mit denen wir nicht gerechnet hatten. Und wieder einmal mehr hatten wir den Eindruck, dass das, was in Reiseführern jedweder Art zu lesen ist, nicht immer den Tatsachen entspricht.

Kuba-Oldtimer in Havanna
Hier ein erstes Foto zum Klischee Nr. 1 – Oldtimer in Havanna

Ihr wollt wissen, was die Amischlitten unter der Haube haben? Keinen Hemi-V8 mit 7 Liter Hubraum – sondern? Siehe nachfolgende Fotos. Eigentlich wollte ich euch zuvor noch erzählen, was mich/uns (sonst ist meine Frau sauer) nach Kuba getrieben hat. Aber vorher noch die Werkstatt vom Hemi-Besitzer.

Hammer mit Rohrstiel, Amboss aus Vierkantstahl, ein Stück Weißblech irgendwo herausgeschnitten und blattgedengelt und ein Blechkästchen mit ein paar Nüssen. Ich habe mit dem Hemi-Besitzer gesprochen. Er sagte mir mit Stolz, dass er mit einem Liter Diesel ca. 30 km weit kommt. Na ja, flunkern gehört zum karibischen Selbstverständnis.

Warum Kuba, warum (erst) jetzt?

Kuba-Stolze (Groß)Mütter
Man beachte: Ein Handy haben mittlerweile fast alle Kubaner.

Man hört und liest allenthalben, dass, seit die Amis sich Kuba wieder langsam öffnen, die Insel sich verändert. Der Flair, die Einwohner, einfach alles, was Kuba ausmacht, verändert sich. Und nicht immer zum Positiven. Jetzt kann ich nicht vergleichen, aber der langsame Einzug der Einflüsse des Kapitalismus ist schon zu spüren. Kurz und knapp, ich wollte das Land anschauen, bevor die Amis alles aufgekauft haben. So schnell geht’s dann aber doch nicht mit den Amis. Denn erstens darf nur eine Maschine aus den USA pro Tag landen, und zweitens, kann man als „Extranjero“ keinen Grundbesitz erwerben. Es sei denn, man heiratet eine Kubanerin. Hier sind ein paar von ihnen zu sehen. Und wo gucken die bloß hin, und was fotografieren sie?

Tanzen auf der Rambla
Tanzen auf der Rambla

… die Frauen schauen ihren Kindern zu. Mangels passender Infrastruktur, Turnhallen, Sportplätze etc. wird der Unterricht einfach auf den „Paseo de Marti“ verlegt.

Die allermeisten Urlauber kommen als Pauschaltouristen auf die Insel. In der Regel ist dann alles organisiert und man logiert nur in ausgesuchten Hotels. Wir organisieren immer alles selbst und sehen somit auch das, was dem „Normaltourist“ verborgen bleibt. Zum Beispiel die große Armut aller, die keinen Zugang zu Fremdwährungen haben. Früher gab es den CUC, das war die Währung für Touristen. Anfang 2017 wurde noch mit CUC gezahlt. Das Parlament beschloss die Abschaffung Ende 2020. Seither gibt es nur noch eine Währung, der kubanische Peso.

Stille Armut in Havanna

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